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Erneuerbare Energien sind gesamtwirtschaftlicher Gewinn

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gesamtwirtschaft

Strom aus Erneuerbaren Energien verursacht über seine Förderkosten hinaus keine nennenswerten Kosten für die Volkswirtschaft. Bezogen auf eine Kilowattstunde (kWh) im aktuellen deutschen Strommix, fällt der Beitrag für die so genannte EEG Umlage mit derzeit rund 3,5 Cent deutlich geringer aus, als die volkswirtschaft-lichen Folgekosten der konventionellen Stromerzeugung. Müssten die fossil-nuklearen Energieträger ihre externen Kosten, etwa für Schäden an Klima, Umwelt und Gesundheit, einpreisen, so wäre die durchschnittliche Kilowattstunde aktuell mindestens 5,6 Cent teurer.

Zudem senken Erneuerbare Energien nachweislich den Börsenstrompreis an der Leipziger Energiebörse (EEX), wovon insbesondere Stromversorger und energieintensive Industrie den größten Nutzen haben. Dank niedriger Grenzkosten verdrängen Wind- und Sonnenstrom den teuer erzeugten konventionellen Strom zunehmend vom Markt („Merit-Order-Effekt"). Dadurch sank 2009 der Strompreis am Spotmarkt der EEX um 0,6 Cent pro Kilowattstunde. Durch diesen Effekt bleibt der Strompreis auch am Terminmarkt für die kommenden Jahre - trotz steigender fossiler Brennstoffpreise und abgeschalteter Atomkraftwerke - auf stabilem Niveau.